Steuertipps

Einnahmenüberschussrechnung: Bei Mängeln darf das Finanzamt schätzen

Das Finanzamt hatte bei einer Restaurantbetreiberin Zuschätzungen vorgenommen, da die Steuerfahndung festgestellt hatte, dass Teile er Einnahmen als auch Teile des Wareneinkaufs in ihrer Einnahmenüberschussrechnung fehlten. Daraufhin hat das Finanzgericht Nürnberg (FG) hat entschieden, dass das Finanzamt auch bei einer Einnahmenüberschussrechnung das Recht zur Schätzung hat, wenn Nachweispflichten verletzt worden sind.

Die Einnahmenüberschussrechnung gem. § 4 Abs. 3 EStG ist eine vereinfachte Möglichkeit für kleinere Selbständige bzw. Gewerbetreibende, ihren Gewinn zu ermitteln. Trotzdem verlangte das FG die korrekte und leicht nachprüfbare Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle. Dass die Restaurantbetreiberin gegen diese Nachweispflicht verstoßen hatte, erlaubte es dem Finanzamt, ihren Gewinn im Wege der Schätzung zu erhöhen.

Hinweis: Jeder Mangel in der Buchführung kann dem Finanzamt eine Möglichkeit zur Schätzung bieten. Besonders bei hohen Bareinnahmen sollten Sie daher großen Wert auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der Aufzeichnungen legen - selbst wenn Sie kein Kassenbuch führen müssen.

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